Aussehen eines eBooks auf verschiedenen Geräten

Einheitslook ist nicht …

Ein eBook kann auf unterschiedlichen Lesegeräten vollkommen unterschiedlich aussehen.

Das Erscheinungsbild hängt davon ab, wie die Software auf dem Gerät die Gestaltungsbefehle des eBooks interpretiert, ob es sie überhaupt erkennt oder sogar ignoriert.

  • Erkennt das Gerät Textausrichtungen (links- oder rechtsbündig, zentriert, Blocksatz)?
  • Wie weit werden Aufzählungen eingerückt?
  • Welche Symbole werden bei Aufzählungen erkannt, gibt es vielleich gar keine?
  • Können Bilder umflossen dargestellt werden oder reichen sie automatisch über die ganze Seite?
  • Können Farben dargestellt werden?
  • Stellt das Gerät Hintergrundfarben korrekt dar? (Ältere iPads haben hier z.B. große Probleme.)
  • Kann das Gerät Links ins Internet anzeigen?
  • Werden Tabellen abgeschnitten, wenn sie das Seitenende erreicht haben, oder verteilen sie sich auf die nächste Seite?
  • Wie viele Wörter gehen in eine Zeile?
  • Blendet das Gerät einen Hintergrund ein, um ein Buch zu simulieren (wie z.B. das iPad), oder wird der Inhalt nur auf einer weißen Fläche angezeigt?
  • Wie wird das Inhaltsverzeichnis dargestellt? Eingeklappt, als Liste? Wie tief geht die Hierarchie?

Auch der beste Programmierer kann nicht verhindern, dass viele Standards von den Geräten einfach ignoriert oder falsch interpretiert werden. Gerade ältere eReader haben hier nur sehr begrenzte Möglichkeiten. Ein eBook ist daher immer ein Kompromiss zwischen den theoretischen Möglichkeiten und den praktischen Gegebenheiten, um das Buch für eine breite Leserschaft lesbar zu machen.

Zusätzlich kann der Leser je nach Gerät einige Einstellungen selbst festlegen:

  • Schriftgröße
  • Schriftart
  • Textausrichtung
  • Helligkeit und Kontrast (problematisch bei Bildern auf Schwarz-Weiß-eReadern)

Lösen Sie sich von festen Vorstellungen!

Ein eBook ist dazu gemacht, um ein individuell angepasstes Lesevergnügen zu ermöglichen. Versteifen Sie sich nicht darauf, dem Leser vorzuschreiben, wie Ihr Buch auszusehen hat. Das ist nicht der Sinn dieses Mediums. Wenn Sie eine Datei liefern wollen, die genau so wie Ihre gedruckte Buchversion aussieht, müssen Sie auf ein pdf zurückgreifen, das dann jedoch statisch ist und alle Vorteile eines eBooks verliert.

Beispiele

Hier sehen Sie, wie ein und dieselbe Datei auf verschiedenen Geräten aussieht.

1. iPad (Tablet)

2. PC/Mac

3. Kobo (eReader)

4. Tolino (eReader)