Korrektorat

Preise

Da ich immer wieder Anfragen von Kunden bekomme, die kein großes Budget haben, biete ich zwei Modelle an, wobei das günstigere natürlich mit Abstrichen verbunden ist. Sollte ich ausnahmsweise schneller fertig sein als erwartet, reduziere ich den Betrag nachträglich, sodass Sie nicht mehr zahlen als nötig.

Schnellkorrektorat: 1,80 € – 3,20 € /Normseite

  • Ein Korrekturdurchgang.
  • Ab höchstens 1 Fehler pro 3 Normseiten gilt die Korrektur als erfolgreich.

Normales Korrektorat: 3,10 € – 5,50 € /Normseite

  • Zwei Korrekturdurchgänge.
  • Ab höchstens 1 Fehler pro 6 Normseiten gilt die Korrektur als erfogleich (marktüblich).

Haben Sie inhaltliche Änderungswünsche, nachdem ich mit der Korrektur schon begonnen habe, werden diese zusätzlich abgerechnet, da ich sie beim Angebot nicht mit einkalkulieren konnte.

Woher kommen die großen Preisspannen?

Der Zeitaufwand hängt von drei Faktoren ab:

  1. Seitenanzahl
    Eine Normseite entspricht 1.650 Zeichen inkl. Leerzeichen.
  2. Fehleranzahl
    Nach meiner internen Statsitik treten pro Seite im Schnitt 12 Fehler auf (berechnet aus neun aufeinander folgenden Kunden). Die Minimalanzahl lag bei 3 Fehlern (wobei dieses Werk schon durch die Hände eines Lektors gegangen war), die Maximalanzahl bei 22 Fehlern pro Seite.
  3. Fehlerart
    Es ist ein erheblicher Unterschied, ob z.B. Kommafehler ausgebessert oder ganze Sätze umgestellt und Ausdrücke neu formuliert werden müssen. Manchmal ist der Sinn eines Satzes nicht erkennbar, sodass ich einen Kommentar schreiben und der Autor den Abschnitt verbessern muss.

Stellen Sie sich vor, dass ein Lektor für das Durchlesen ungefähr das Dreifache der normalen Lesezeit braucht, um Fehler möglichst nicht zu übersehen. Dazu kommen die Ausbesserungen, die er vornimmt. Daraus ergeben sich viele Arbeitsstunden, die ein Korrektorat teuer erscheinen lassen.

Vorgehensweise: Ihr individuelles Angebot

Um abschätzen zu können, wie viele Fehler bei Ihnen auftauchen, und daraus ein pauschales Angebot zu erstellen, benötige ich Ihr Manuskript. Ich lese dann drei Seiten durch und berechne den Fehlerschnitt, aus dem ich den Preis ermittle.

Nach der Korrektur erhalten Sie zwei Versionen Ihrer Datei:

  • eine Version, anhand der Sie meine Ausbesserungen nachvollziehen können,
  • eine Version ohne Fehler, aus der Sie das Druckwerk oder E-Book erstellen können.

Was ist im Korrektorat inbegriffen?

Ein Korrektorat besteht aus der Verbesserung von

  • Orthografie (Rechtschreibung),
  • Interpunktion (Zeichensetzung),
  • Syntax (Satzbau),
  • Grammatik und
  • dem Austausch von offensichtlich falschen Wörtern (wenn sinnentstellend).

Beispiele für sinnentstellende, da falsche Ausdrücke

  1.  Falsch: »Er schliff den leblosen Körper den Flur entlang.«
    Richtig: »Er schleifte den leblosen Körper den Flur entlang.«
    → Einen Schliff kann man nur einem Edelstein verpassen, das Wort ist daher komplett falsch.
  2. Falsch: »Sie strich beruhigend über seine rechte Backe.«
    Richtig: »Sie strich beruhigend über seine rechte Wange.«
    → Backen kommen nur am Hintern vor, auch wenn das Wort in manchen Dialekten und umgangssprachlich für Wange verwendet wird.
  3. Falsch: »Der Hauptmann erlegte den ersten Soldaten, der auf ihn zustürmte.«
    Richtig: »Der Hauptmann erledigte den ersten Soldaten, der auf ihn zustürmte.«
    → Erlegen kann man nur Wild.
  4. Falsch: »Aus dem Rucksack lungerte das Ende eines Schlägers heraus.«
    Richtig: »Aus dem Rucksack lugte das Ende eines Schlägers heraus.«
    → Kein Kommentar. :-)

Fehler, die NICHT im Rahmen einer Korrektur verbessert werden

Ein Korrektorat ist nicht in der Lage, logische Fehler, falsche Beschreibungen, Wiederholungen, stilistische Grausamkeiten oder sprachliche Unsicherheiten auszubügeln. Das ist Aufgabe eines Lektorats, das wesentlich teurer ist.

In vielen Fällen muss Rücksprache mit dem Autor gehalten werden, da dieser die Stellen oft selbst neu formulieren muss, um den von ihm beabsichtigten Sinn herzustellen. Dieser Aufwand ist für ein Korrektorat unkalkulierbar.

  1. »Er öffnete die Luke im Boden. Hinter ihr ging ein Abhang hinunter, von dessen Decke große Tropfen fielen.«
    → Wenn der Abhang hinter der Luke ist und nicht darunter, macht es keinen Sinn, sie zu öffnen. Einen Abhang im Boden gibt es nicht, höchstens einen abfallenden Gang. Wo befindet sich dann die Decke?
  2. »Sie drehte sich so langsam um, wie ein Bagger zum Wenden braucht.«
    → Von der Rechtschreibung her richtig, aber der Vergleich ist unfreiwillig komisch und würde ein Lektorat nicht überstehen.